, Frefel Adrian

Ein Saisonstart wie in einem Horrorfilm

Die SG Züri Oberland eröffnet die neue 2. Liga Saison auswärts bei der SG Horgen/Wädenswil. Auch wenn Adi Willhelm auf einige Spieler verzichten musste war die Ausrichtung des Spiels klar. Man wollte heute unbedingt den ersten Sieg der Saison einfahren und die ersten zwei Punkte aufs Konto laden. Doch man kann noch mit so grossen Zielen ins Spiel gehen, wenn der Kopf nicht bereit ist, gelingt es nicht. Die Oberländer bekamen das direkt zu spüren. Während die erste Halbzeit noch verkraftbar war ging in Halbzeit 2 Garnichts mehr. Die Oberländer wurden nach allen Regeln der Kunst vorgeführt und Verloren am Schluss überdeutlich mit 27:16 (14:10).

1. Halbzeit: So richtig ins Rollen kamen die Oberländer nicht
Der Start in die Partie begann ausgeglichen. Der Angriff funktionierte und die Tore fielen dementsprechend auch für die Oberländer, jedoch hatte man in der Defensive noch nicht den gewünschten Zugriff auf die Gastgeber. Immer wieder kamen die Gastgeber zu guten Chancen welche sie anschliessend auch verwerteten. Auf der anderen Seite taten sich die Oberländer nun immer schwerer sich gute Chancen zu erarbeiten. Zum Teil zu kompliziert gespielte Angriffe und nicht clever getroffene Entscheidungen liessen den Rückstand anwachsen. Die Gastgeber nutzen dies geschickt aus, Verteidigten aggressiv und unterbrachen die Angriffe unserseits immer wieder. Zur Pause stand es somit 14:10 gegen die Oberländer.
 
2. Halbzeit: Der Horror nimmt seinen Lauf
In Durchgang 2 wollte man nun die Fehler aus der ersten Halbzeit abstellen und wieder zurück ins Spiel finden. Headcoach Adi Willhelm gab seinem Team in der Halbzeit klare Anweisungen wie dies zu bewerkstelligen sei. Die Umsetzung auf dem Platz sah dann aber komplett anders aus. Die Oberländer verloren jetzt komplett den Faden. Die gewonnenen Bälle wurden per Express wieder an den Gegner zurückgegeben. Torhüter Christoph Nick tat sein bestes um die Oberländer so lange wie möglich im Spiel zu halten. Doch wenn man während knapp 18 Minuten keinen Ball im Gegnerischen Tor unterbringen konnte hilft die beste Torhüterleistung nichts. Die Gastgeber nutzen diese Phase aus und zeigten keine Gnade. Tor um Tor zogen sie den Oberländern davon. Für die Oberländer Bank, wie auch den Spielern auf dem Feld wurde das Spiel mehr und mehr zur Qual. Erst in den letzten 10 Minuten des Spiels fingen sich die Oberländer einigermassen wieder und konnten noch das eine oder andere Tor erzielen. Der Sieg war zu diesem Zeitpunkt jedoch längst vergeben. Die Schlusssirene war eine wahre Erlösung für die Oberländer, die am Ende mit 27:16 in Wädenswil baden gingen.
 
Fazit:
Der Saisonstart in die diesjährige 2. Liga Saison ging mit diesem Spiel aber Mal so richtig nach hinten los. Die gebotene Leistung der Feldspieler wirft mehr als nur eine Frage auf. Doch darf man jetzt auch nicht alles in Grund und Boden Reden.
Ein Torhüter welcher bis zum Ende alles gab. Ein Trainer welcher sein Team bis zum bitteren Ende weiter Coachte. Eine Mannschaft welche nach diesem Spiel nicht einfach das Weite suchte sondern sich zusammensetzte und Analysierte.
Auch darf man nicht vergessen das der Gegner einen guten Handball spielte und bei solchen Fehlern wie heute von uns begangen, die Qualität hat diese Eiskalt auszunutzen.
Der Zusammenhalt ist nach dieser Niederlage nicht weniger gross als vor dem Spiel. Jeder weiss was bis zum nächsten Spiel gegen Volketswil/Witikon sich verändern muss. Und jeder ist auch gewillt dies im kommenden Spiel zu zeigen.
Die Saison hat gerade erst begonnen und es werden noch 21 weiter Spiele folgen. Genug Zeit also die Niederlage vergessen zu machen.
 
Nächstes Spiel: Donnerstag, 16.09.2021, Zeit: 20:30Uhr, Ort: Volketswil, Gries