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FU18 - es hat nicht sollen sein...

Sudler Chrigi 13.12.2018

Bahnhof Pfäffikon, Donnerstagabend 18:30 Uhr, das gemietete Kläui-Büssli mit unserem Chauffeur Beat Funk fährt vor… Von allen Seiten strömen die 11 mit Sporttasche beladenen jungen Frauen daher, wollen auch mit ans Aufstiegsspiel, wollen alles geben um die Gegnerinnen zu ärgern und die Jagd auf die Viertoredifferenz zu beginnen. Trotz Schulstress, trotz angeschlagenen Fussgelenken, trotz Grippesymptomen, trotz Auswärtsspiel an einem Abend mitten in der Woche, trotz kleinem Kader. Die Fahrt ist vergnügt, alle sind bester Laune und freuen sich auf das Spiel - und trotz Feierabendverkehr kommen wir zügig voran, kurz vor halb Acht erreichen wir die Halle in Stammheim.

Die Vorbereitung beginnt, die Trikots werden unter dem Fön aufgewärmt, man will schliesslich keine Energie verschenken um noch das Tenue heizen zu müssen, alles wird für die Muskulatur gespart. Die Frisur sitzt, das Tape klebt, die erste Portion Traubenzucker intus stürmen wir die Halle und die Mädels beginnen mit dem Einlaufen… Alles stimmt, uns erwartet ein guter, fairer Gegner mit tollen Trainern, wir können zeigen was wir gelernt haben, Spielzüge üben, Handball spielen, schliesslich praktizieren wir ja die coolste Sportart der Welt.

Dann erscheint ein kleiner, dünner, junger Mann in schwarzem Trainer, stellt sich vor und findet in reinstem Hochdeutsch, wir müssten die Trikots wechseln. Häää? Wir grau, die anderen hellgrün mit grau, im Hinspiel absolut kein Problem, mit dem generischen Coach so vereinbart, dass wir auch das Rückspiel so spielen werden, empfindet ER es als riesen Problem, selbst Flörli’s graues Hummeljäggli gefällt ihm nicht (häääää???). Netterweise stellen uns die Gegnerinnen ihre Ersatztrikots zur Verfügung, so spielen wir halt dann mal in blau, beschriftet mit HC Stammheim – was soll’s, man muss nicht alles verstehen. Und Flörli wechselt auf die schwarze Trainerjacke - was man nicht alles machen muss……….

Los geht’s – schliesslich sind wir zum Handball spielen hier. Viele Eltern und die halbe Damenmannschaft hat den Weg ins Stammertal auf sich genommen, um uns zu unterstützen, was für ein Aufsteller!! Die ersten Minuten gestalten sich ausgeglichen, aber schon bald wird klar – unser Visier ist nicht eingestellt. Wo schüssed mer ane? Tüüüüüf!! Wo händ’s anegschosse?? Nöd tüüüüf!!

Schon bald liegen wir im Hintertreffen. Schon bald auch bekommen wir die ersten Verwarnungen (auch die Gegnerinnen) und Flörli prohezeit, was später eintritt – hüt simmer nöd hüüfig z’sechste uf em Feld… So kam’s – der Schiri hatte enorm Freude am Bestrafen. Teils gerechtfertigt, teils etwas gesucht, aber immerhin auf beide Seiten gleichmässig verteilt, benachteiligt wurden wir somit beruhigenderweise nicht. Trotzdem, es entwickelte sich ein komisches Spiel.

Bei uns wollte nicht viel so richtig gelingen, die Wyländerinnen ihrerseits zeigten eine solide Leistung und eine viel bessere Chancenauswertung und siegten verdient mit 23:13… Die Highlights vom Spiel: Josi’s gehaltener Penalty und allgemein ihr unbändiger Einsatz im Goal, die beiden Tore unserer Newcomers Lara und Ayla, das Niemalsaufgeben des gesamten Teams, das sich gemeinsam über die kleinen Erfolge freuen kann und den Kopf nicht hängen lässt, der Teamgeist im U18 und auch im erweiterten Kreis der Trainingsgemeinschaft mit den Damen, die uns immer unterstützenden Eltern – das ist schlicht und einfach alles wertvoll und viel wichtiger, als ein Wechsel ins Inter.

Wir gönnen der SG Wyland den Aufstieg und freuen uns auf die zweite Saisonhälfte im Promotion, wo wir weiter lernen und Fortschritte machen wollen – und werden!!!