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Bittere Niederlage

Frefel Adrian 19.09.2019

Das erste Heimspiel der Saison bestritten die Wetziker gegen den SC Volketswil, in der altehrwürdigen Walenburg. Mit einem klaren Ziel vor Augen ging man in die Partie und wollte dort anknüpfen wo man letzten Sonntag aufgehört hatte. Doch es kam anders. Die rund 30 Zuschauer bekamen Handballerisch sehr wenig zu sehen. Das Geschehen auf dem Platz ähnelte eher einer Schulhausrauferei. Die zwei Unparteiischen wirkten mit dem Spielgeschehen überfordert und konnten keine klare Linie fahren. Dies führte zu 2-Minutenstrafen in hülle und fülle, welche kreuz und quer an beide Mannschaften verteilt wurden. Dies setzte den Wetzikern mehr zu als den Gästen. Die Konzentration und Abgeklärtheit fehlte, das Glück genauso, am Ende war es ein äusserst gebrauchter Abend für die Wetziker. Endresultat 25:26 (8:12).

1. Halbzeit: Emotionen pur

Die SG Wetzikon wollte von anfang an die Tonangebende Mannschaft sein. Aus einer kompakten Defensive die Gegner überrollen und die 1 gegen 1 Stärken ihrer Rückraumspieler ausnutzen. Doch schon nach wenigen Minuten konnte man diesen Plan in die Tonne werfen. Die Wetziker bekamen hinten keinen Zugriff auf ihre Gegenspieler. Vorne hatte man den Eindruck das die Leichtigkeit aus dem letzten Spiel fehlte. Die Angriffe wurden teilweise nicht schön zu Ende gespielt und die immerwieder überhart agierenden Gäste drückten auf den Moral der Wetziker. Doch Adrian Wilhelm konnte auf eine volle Bank zählen, wechselte nach 10 Minuten seinen Rückraum aus und brachte frische Kräfte. Ab hier nahm das Spiel dann seinen Lauf. Die Strafenflut begann und traf die Wetziker hart. Doch nicht die häufige Unterzahl war das Problem. Vielmehr liessen sich die Wetziker nun von ihren Emotionen leiten. Wut und ungedult verhinderten den Anschlusstreffer. In der Defensive fand der Ball mit viel Glück immer wieder zum gegnerischen Kreis der sich die Chancen nicht nehmen liess und den Vorsprung vergrösserte. Zur Pause hatten sich die Wetziker eine Hypothek von vier Toren aufgeladen, 8:12 betrug der Pausenstand nach 30 Minuten.

2. Halbzeit: Wille und Kampf werden nicht belohnt

Die Pausenansprache war einfach und klar. Das Spiel war noch lange nicht verloren, doch es galt sich jetzt zu Sammeln und wieder Ruhe ins Spiel zu bringen. Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit gelang das auch ganz gut, die Wetziker brauchten acht Minuten um den Ausgleichstreffer zu erzielen. Das Spiel war wieder offen, doch es sollte wieder anders kommen. Eine erneute 2-Minutenstrafe gegen die Wetziker liessen diese wieder aus dem tritt bringen. Kurzezeit später waren die Gäste wieder auf drei Tore davongezogen. Das Spiel schlich nun so dahin, ohne das sich an den Kräfteverhältnissen grossartig etwas änderte. Als die letzte Spielminute anbrach waren die Wetziker immernoch mit drei toren im Rückstand. Es war an der Zeit alles auf eine Karte zusetzten. Die Wetziker gingen in eine komplette Manndeckung über, 30 Sekunden später hatten sie bereits zwei Tore erzielt und es kam zum finalen Finish. Und wer hätte es Gedacht, das Glück marschierte geradewegs zur Tür hinaus. Die Wetziker eroberten den Ball, sind frei vor dem Tor doch ein Pfiff des Unparteiischen lässt den Angriff verstummen. Es wird auf einen technischen Fehler entschieden, die Wetziker bleiben jedoch im Ballbesitz. Der anschliessende Freiwurf wird schnell ausgeführt und Jonas Hanimann wird von hinten am Arm zuboden geriessen. Der Entscheid: Freiwurf, von der Mittelinie, auf der Uhr noch 4 Sekunden. Die Gäste realisieren nicht das sie noch einen Mann zuviel auf dem Spielfeld haben, doch der Unparteiische wartet geduldig bis sich der Betroffene des Irrtums bewusst wird und gemütlich vom Feld spatziert. In denn anschliessenden vier Sekunden schaffen die Wetziker keinen Torabschluss mehr und verlieren.   

Fazit:

Es gibt nicht viel zum heutigem Abend zu sagen. Die Mannschaft hat heute einen schwarezen Tag eingezogen, hat sich von ihren Emotionen leiten lassen und vergessen Handball zu spielen.

Das beste am heutigen Abend ist die Tatsache das es ein Rückspiel geben wird.

Es gilt den heutigen Abend zu vergessen. Die Geschenisse der Vergangenheit zu überlassen. In einer Woche geht es für die Wetziker zum Spitzenspiel nach Zürich. Gegen den TV Unterstrass müssen die Wetziker wieder zu ihrer alten Form finden, sich auf ihre Stärke konzentrieren und Punkte einfahren. Die Saison hat gerade erst begonnen vlt. war dieses Spiel auch der berühmte Schuss vor den Bug.

Nächstes Spiel: Sa. 28.September - Zürich, Blumenfeld - Gegner: TV Unterstrass