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Damen 2: von Ameisen und dem ersten Sieg

Bertschinger Olivia 21.09.2019

21.09.2019, Effretikon Eselriet

Damen 2 gegen Grün-Weiss-Efretikon

Ungewohnt früh, mitten im Mittag und unschlüssig ob schon Mittagessen, Frühstück oder Brunch als Pre-Match-Food angebracht ist, traf sich das Damen 2 im Eselriet. Während Chrigi im wunderschönen Lappland verweilt, nahm sich Flörli für einmal der Bürokratie an. Das Aufgebot war bereits am Donnerstag geregelt worden und glücklicherweise boten sich einige aus dem Damen 1 an, uns auszuhelfen. Merci an euch, schliesslich spielt ihr nachher noch euren eigenen Match! Mit dem Magnetboard bekamen wir noch letzte Tipps und Lösungsansätze mit. Und eigentlich kennen wir diesen Gegner auch in- und auswendig. Das Motto war klar: Mit Handballwitz, schlauen Auslösungen und ohne unnötigen Emotionsausbrüchen gegen Grün-Weiss-Effretikon einfach unser Bestes zu zeigen.

Begonnen hat leider alles wie gewohnt: Langsam, mit der Handbremse angezogen, viele technische Fehler und irgendwie eine saumässige Blockade in unseren Köpfen. Wo waren die Spielfreude und das Feuer der letzten Spiele geblieben? Wir wussten im Voraus, dass die Luft mies war, schliesslich spielten wir im „Aquarium“ wie Flörli das Eselriet liebevoll nennt. Dennoch war nicht die Luft das Problem, welches uns den Atem nahm. Wir legten uns mit einem falschen Stellungsspiel und Inkonsequenz selbst lahm. Doch im Hinterkopf wussten wir, wir sind schnell. Schneller als die anderen. Aber wir konnte dies vorerst nicht zu unserem Vorteil nutzen. Zu viele technische Fehler, zu viele überhastete Abschlüsse und Ballverluste prägten die erste Halbzeit.

In der Pause sassen wir mit hängenden Köpfen in der Garderobe. Wir können mehr. Und das wollen wir nun zeigen. Und plötzlich, als ob uns jemand einen Schalter umlegte, war das Handballfeuer wieder da. Wir spielten die mühsam erlernten Auslösungen zu Ende und kamen vermehrt in gute Schusspositionen. Wir nutzten die Chancen und spielten mit einer Lockerheit. Auch die Verteidigung sah nun besser aus. Diszipliniert hatte jede seine Gegenspielerin und wir blieben im Verband dicht. Den zusammen sind wir immer stärker als alleine. Nach 20 Minuten sah das Ergebnis hervorragend für uns aus: wir führten mit 3 Toren, waren im Schwung und bereit dieses Ding nach Hause zu schaukeln. Mit viel Teamgeist, der nötigen Ruhe im Ballbesitz und etwas Biss in der Verteidigung, konnten wir die Partie am Schluss für uns entscheiden. Endlich. Nach den unglücklichen Spielen der letzter Saison gegen Effi, bei denen wir uns oft über uns selbst geärgert haben, dass wir das Spiel am Schluss aus der Hand gaben, konnten wir dieses Mal als Sieger vom Platz gehen.

Um Flörli zu zitieren: „Wenn viele Ameisen zusammen arbeiten und das gleiche Ziel wollen, können auch diese einen Riesen bodigen“. Wir müssen einfach dranbleiben und gemeinsam als Mannschaft in die Spiele gehen. Wir können mehr, davon bin ich überzeugt. Und selbst diese passable Leistung hat schlussendlich gereicht. Stellt euch mal vor, wir hätten 2 gute Halbzeiten…